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Jubiläumsjahr 2012: Chronik 90 Jahre Kanusport

Wie es begann

Nach 150 Jahre TSV 1860 und 100 Jahre Sechzger Stadion steht dieses Jahr ein weiteres Jubiläum an: 90 Jahre Kanusport bei den Löwen. Aus diesem Anlass hat Manfred Gruber unter Mitarbeit von Sportwart-Kanu Patrick Brose eine Chronik der Wassersportabteilung erstellt.

Dieses Buch mit vielen historischen Fotos wird in Kürze erscheinen. Die Chronik umfasst etwa 60 Seiten im Format 21 x 21 cm mit Hardcovereinband und kostet 18,60 Euro. Vorbestellungen sind per Email unter kontakt@verlag-pb.de möglich.

Gregor Boneff, Stellvertretender Leiter der Wassersport-Abteilung, hat vorab die Kapitel der Chronik über die Anfangsjahre kurz zusammengefasst:

Im Inflationsjahr 1922 wurde die Faltbootabteilung der Sechzger gegründet. Damals hieß der Verein noch T. V. 1860. Erster Abteilungsleiter war Max Kaltenbrunner. Schon kurz nach der Gründung  gab es die ersten Erfolge: 1925 wurden Lamel und Schweiger Deutscher Meister im Zweier-Faltboot. Da die Freunde des Kanufahrens - insbesondere auf der Isar - immer zahlreicher wurden, entschloss sich die Landeshauptstadt München, Plätze für die Errichtung von Bootshäusern zur Verfügung zu stellen. 1927 wurde daraufhin das Bootshaus der Wassersportler von den Kanuten des T. V. 1860 in Eigenarbeit errichtet. So konnte sich die Faltbootabteilung kräftig weiterentwickeln und der „Schwarze Löwe“ war bei Regatten auf heimischen Gewässern zahl- und erfolgreich vertreten. Dem Zweiten Weltkrieg fielen dann auch viele Mitglieder zum Opfer, und das Bootshaus wurde fast ganz zerstört.

Nach dem Krieg wurde das Bootshaus notdürftig wiederhergestellt. Der frühere Platzwart Popfinger wurde dort mit seiner Familie untergebracht, um Verfall und Plünderungen verhindern zu können. Abteilungsvorstand Viktor Pascolo kümmerte sich darum, dass das Bootshaus wieder in einen für den Sportbetrieb einwandfreien Zustand kam und es auch sportlich wieder voran ging. So brachte er seine Nachwuchsfahrer von Slalom zu Slalom. Denn von den Vorkriegsmitgliedern stand niemand mehr für den Wettkampf zur Verfügung. In dieser Zeit waren unter anderem Helmut Westermeyr, Gisela Bergmann (erste Jugendplätze bei Bayerischen Meisterschaften) und Günter Huber (Mitglied in der deutschen Nationalmannschaft) erfolgreich. Es herrschte damals schon eine gute Kameradschaft und auch gesellige Veranstaltungen wie Sonnwendfeier, Fasching, Schafkopf und Tanzabende kamen nicht zu kurz. Es wurden aber auch viele Alpenflüsse befahren, deren Erstbefahrung erst kurz zuvor stattgefunden hatte.

Jan 09 2012

  • TSV 1860