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Löwen-Mitglied Willy Bogner feiert 70. Geburtstag

Willy Bogner, seit 1984 Lebensmitglied in der Fußball-Abteilung des TSV 1860 München, feiert am Montag, 23. Januar 2012, seinen 70. Geburtstag. Die Löwen gratulieren ihm herzlich zu diesem Jubiläum und wünschen ihm auch in Zukunft Gesundheit und Erfolg.

Von Ruhestand mit 70 will Willy Bogner aber nichts wissen. „Ich arbeite solange ich gesund und fit im Kopf bin. Ich habe das Glück, in einer Zeit zu leben, in der die Menschen immer älter werden und es uns wirtschaftlich gut geht“, sagte er in einem BILD-Interview zu seinem 70. Wiegenfest.

Wilhelm Hermann Björn Bogner, wie sein vollständiger Name lautet, wurde 1942 während des 2. Weltkrieges in München geboren. Bekannt wurde Willy Bogner nicht nur als Weltklasse-Skirennläufer, sondern ebenso als Filmemacher und Designer. Noch heute ist er Inhaber der Bekleidungsfirma Willy Bogner GmbH & Co. KGaA, die sein Vater ihm vererbt hat und die er – besonders im Wintersport – zu einer weltweit bekannten Marke aufbaute. 17 Mal bereits hat Bogner die deutsche Mannschaft für Olympische Winterspiele ausgerüstet, in diesem Sommer wird er auch erstmals die Sommer-Olympioniken für London einkleiden.

Bekannt wurde Willy Bogner in den 1960er Jahren, als er unter anderem das berühmte Lauberhornrennen in Wengen gewann. Nachhaltig blieb aber die Szene der Olympischen Spiele 1960 in SquawValley im kollektiven Gedächtnis. Als Führender nach dem ersten Durchgang im Slalom, schied er im zweiten Durchgang aus. „Damals hat der Stolz, im ersten Lauf Bestzeit gefahren zu sein, den Sturz im zweiten Lauf überdeckt. Ich war 18 und dachte es kommen noch mehr Spiele. Es hat aber leider zu keiner Medaille mehr gereicht“, muss Bogner eingestehen, dass diese verpasste Chance noch heute schmerzt. In der Abfahrt in Squaw Valley belegte er Rang neun.

Obwohl sich Bogner bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften mehrmals unter den Top-Ten platzierte, blieben als Titel bei internationalen Meisterschaften nur der Doppelsieg in Slalom und Kombination bei den Studentenweltmeisterschaften 1962. Zwischen 1960 und 1966 gewann er fünf Deutsche Meisterschaften in Abfahrt, Slalom (2) und Kombination (2).

In der Filmszene erreichte Willy Bogner 1969 über Nacht Weltruhm. Er war es, der die spektakulären Skiszenen im James-Bond-Film „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ drehte, dabei auch mal rückwärts den Hang hinunter wedelte. Insgesamt viermal arbeiteten die  „James Bond“-Produzenten mit dem Deutschen zusammen. Legendär sind die Bilder aus der Bobbahn im Schweizer Mürren, als Bogner sich auf Skiern an den Bob anhängte und so das Bond-Double spektakulär filmen konnte.

Das „B“ an den Reißverschlüssen des Modeunternehmens Bogner wurde im Laufe der Jahre zum Markenzeichen. In die Modefirma seines Vaters stieg er 1972 ein. Unter seiner Führung stieg sie zum „Dior der Sportmode“ auf, weil sie Farbe, Glamour und Chic in die Skibekleidung brachte. Das Münchner Unternehmen Bogner verkauft mittlerweile in 35 Ländern und hat 732 festangestellte Mitarbeiter.

Während es geschäftlich mit der Expansion auf den asiatischen Markt gut läuft, musste Bogner zuletzt als Chef der Bewerbungsgesellschaft für die Olympischen Winterspiele 2018 in München und Garmisch-Partenkirchen, die auch vom TSV 1860 München unterstützt wurde, eine herbe Niederlage einstecken. Trotz der Enttäuschung würde er es wieder machen. Die Begründung ist einfach: „Olympische Spiele lassen einen das ganze Leben nicht mehr los.“
 

Jan 22 2012

  • TSV 1860