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Dieter Schneider feiert einjähriges Präsidenten-Jubiläum
Genau seit einem Jahr ist Dieter Schneider Präsident des TSV 1860 München. Am 7. Februar 2011 trat er die Nachfolge des zurückgetretenen Rainer Beeck an, konnte „seine“ Löwen mit Hilfe der verschiedenen Gremien im Verein durch viel Engagement und Herzblut vor der Insolvenz retten. Dafür gilt dem Präsidenten, der dieses Amt ehrenamtlich bekleidet, ein „herzliches Vergelt’s Gott“ aller Mitglieder.
Die Leser der Abendzeitung honorierten diese Leistung Schneiders sogar mit der Wahl zu „Münchens Sportpersönlichkeit 2011“. Dabei hatte der Löwen-Präsident mit 20 Prozent aller Stimmen die Nase vor seinen Amtskollegen Uli Hoeneß von der Säbener Straße, den er auf Platz zwei (19 Prozent) verwies.
„Ein Präsident zum Anfassen", nannte das Boulevardblatt den beim 1860-Anhang so beliebten Oberlöwen. „Tag und Nacht und buchstäblich ohne Rücksicht auf Verluste (auch der eigenen Gesundheit) arbeitete er an der Rettung der Löwen. Sie gelang", hieß es in der Laudatio der AZ.
Der Dachauer Unternehmer selbst, der vergangenes Jahr von Bundespräsident Christian Wulff für seine Verdienste um die bayerische Wirtschaft mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, macht kein großes Aufhebens um das Jubiläum. „Jetzt hab’ ich doch ein Jahr geschafft“, so sein lapidarer Kommentar. Das Ergebnis falle aber positiv aus, auch wenn seine „Nerven und die Gesundheit“ wie er sagt, darunter gelitten hätten. „Nichts hat mein gesamtes Leben und das meiner Familie so durcheinander gewirbelt als das letzte Jahr“, erklärte er in einem Interview gegenüber der BILD-Zeitung. Seine Familie, das sind Ehefrau Waltraud, seine drei Töchter Joana, Conni und Patricia sowie sein Sohn Peter.
Geht es nach dem 64-Jährigen, wird er auch weiterhin die Geschicke des Vereins leiten. „An mir soll es nicht liegen. Aber da ich ein gewählter Präsident bin, entscheiden das die Delegierten und der Aufsichtsrat.“ Bei der letzten Delegiertenversammlung jedenfalls wurde Schneider mit großer Mehrheit bestätigt, und auch der Aufsichtsrat hat dem „Löwen-Präse“ sein Vertrauen ausgesprochen. Sein Wunsch für die weitere Amtszeit ist verständlich: Eine harmonische Zusammenarbeit mit dem Investor und der Aufstieg der Fußballer in die Erste Liga.
Feb 07 2012